Aktuell ( 20.11.2005 )

An dieser Stelle finden Sie Veranstaltungen und aktuelle Informationen des Fördervereines und zur Europaschule Berlin.

Veranstaltungstermine 2005

Beim „grand prix de la petite chanson“ erobern Schüler die Herzen der Zuhörer.
http://www.senbjs.berlin.de/aktuell/pressemitteilungen/pressemitteilung.asp?id=1685

18 Europa-Grundschulen nehmen in diesem Jahr am „grand prix de la petite chanson“ teil.

Mittwoch, dem 4. Mai 2005 um 10:00 Uhr im FEZ Wuhlheide, An der Wuhlheide 197, 12549 Berlin,

Mit dem „grand prix de la petite chanson“ feiern die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern, den Lehrerinnen und Lehrern und Erzieherinnen sowie den Erziehern der nunmehr 18 Grundschulstandorte der Staatlichen Europa-Schulen Berlin (SESB) gemeinsam den Europatag.

Bereits zum sechsten Mal präsentieren Schülerinnen und Schüler aller 18 SESB-Grundschulstandorte Lieder und Tänze ihrer Heimat- und Partnerländer und machen so die Sprachen- und Kulturvielfalt der Europa-Schulen sichtbar und erlebbar.

Staatssekretär Thomas Härtel: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie stolz die Schülerinnen und Schüler darauf sind, beim „grand prix de la petite chanson“ ihre sprachliche Kompetenz in ihrer eigenen Muttersprache und ihrer Partnersprache präsentieren zu können. Sie erhalten für ihre Beiträge zwar keinen Preis, aber sie können damit rechnen, die Herzen der Zuhörer zu erobern.“

Begonnen haben die SESB 1992 an sechs Grundschulen mit etwa 90 Schülern. Heute lernen in den Europa-Grundschulen 4.500 Schülerinnen und Schüler und in den Europa-Oberschulen etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler.

Im Jahre 2003 erhielten die SESB-Grundschulen aller neun Sprachkombinationen anlässlich des „grand prix de la petite chanson“ den Integrationspreis der Ausländerbeauftragten des Senats von Berlin.

Montag, den 9. Mai 2005,

Mitgliederversammlung vom Förderverband Europa-Schulen Berlin e.V. (FESB)
um 19:00 Uhr in der Cafeteria des Schiller-Gymnasiums (SESB deutsch/englisch)
(Zugang über den Schulhof)

Schillerstr. 125-127 in 10625 Berlin (Charlottenburg)  - U-Bhf Ernst-Reuter-Platz, Buslinien 145, 245 oder X9

Die genaue Tagesordnung senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Hinweis auf die gemeinsame Veranstaltung der Arbeitsgruppe-Internationale Schule für Europa (AG-ISFE)
in der Europa-Union Berlin sowie des Förderverbandes Europa-Schulen Berlin (FESB) 

Montag, den 20. Dezember 2004, 
von 19:00 Uhr bis 21:30 Uhr in der Mensa der 5. Grundschule "Neues Tor" 
- Deutsch-Portugiesische Europaschule,  Hannoversche Straße 20, 10115 Berlin (Mitte)
 Einladung zur Veranstaltung 
„Die Entwicklung der Oberschule der Staatlichen Europa-Schule Berlin im gegliederten Schulsystem“ 

Eingeladen sind Schulleiter und Elternvertreter aus dem Bereich der deutsch-italienischen, deutsch-englischen, 
deutsch-griechischen, deutsch-portugiesischen Europaschulen. Dazu die jeweils zuständigen Erziehungsattachés,
Vertreter der Senatsschulverwaltung, Mitglieder der Schulaufsicht Berlin-Mitte, die Bezirksstadträte für Bildung
und Kultur, die schulpolitischen Sprecher der Fraktionen im Abgeordnetenhaus, weiterhin Eltern der deutsch-portugiesischen
Europaschule „Neues Tor“ (Klassenstufe 3-6). 
Die Eltern der deutsch-portugiesischen Europaschule haben sich mit überragender Mehrheit für das 
Modell einer „additiven Gesamtschule“ (unter einem Dach) ausgesprochen, da nur dieses Organisationsmodell langfristig 
das Scheitern des Realschulzweiges in der Oberschule der SESB vermeiden kann. Die bisher gemachten Erfahrungen der Engländer, 
Italiener und Griechen belegen dies. 
Es gilt die Klassenverbände möglichst bis zur 10. Klasse beieinander, zumindest nebeneinander, unter einem Dach zu halten, 
um so den bilingualen Lernprozess nicht vor seiner Konsolidierung (vgl. Rahmenlehrpläne) zu stören und wertvolle
 Ergebnisse der Grundschule nachträglich zu gefährden. Es geht auch um wirtschaftliche Verfahrensweisen.
Wir möchten darüber eine öffentliche Debatte entfachen, denn wir sehen nicht ein, dass notwendige pädagogische 
(Teil-)Reformen etwa schon an der Raumfrage scheitern sollen. Wir hoffen auf Ihre tatkräftige Unterstützung

Berlin, den 10. Dezember 2004
Uwe Otto (Vorsitzender) - otto@sesb.de - Wolfgang Ehrlinger (stellv. Vorsitzender) 

zum Seitenanfang



Veranstaltungsprotokoll vom Mittwoch, 1. November 2004
Liebe Leser, wir wollen Sie auch in Zukunft in durchaus unregelmäßigen Abständen informieren und zu unseren Veranstaltungen einladen.
Heute möchten wir Ihnen das Protokoll unserer Veranstaltung zur Kenntnis geben, die unter dem Titel "Europaschulen - unten und oben" die aktuellen Probleme der Eingangsstufe und Fragen der Sekundarstufe behandelte.

Ein Ergebnis dieser Veranstaltung ist die Absicht, Fragen der Oberstufe - mittlerer Schulabschluß, Abitur, Rahmenpläne für die Sprachkombinationen, die noch nicht die SEK II erreicht haben - weiter zu behandeln.

Für die spanisch-deutsche Sprachkombination bereiten wir dazu eine Veranstaltung vor,
die im Februar 2005 an der Friedensburg Oberschule in Charlottenburg stattfinden wird.

Aus aktuellem Anlaß wird für den 20. Dezember an der portugiesisch-deutschen Grundschule Neues Tor im Bezirk Mitte von der AG ISFE der Europaunion gemeinsam mit dem FESB eine Diskussion vorbereitet, die sich dem Problem der Aufsplitterung der Oberstufe im gegliederten Schulsystem widmet und neue Lösungsansätze suchen will. Das folgende Protokoll enthält dazu Zahlen und Fakten.

Mit freundlichen Grüßen
Dolf Straub

zum Seitenanfang




FESB-Veranstaltung "Europaschule - unten und oben" am 01.11.2004 im Rathaus Charlottenburg

 Dolf Straub eröffnet die Sitzung und begrüßt die Anwesenden. Von den eingeladenen schulpolitischen SprecherInnen ist Mieke Senftleben (FDP) gekommen, Frau Dr. Tesch (SPD) hat eines anderen Termins wegen mit Bedauern abgesagt. Die Teilnahme von Özcan Mutlu von B 90/Grüne war zugesagt. Von der PDS und der CDU lagen keine Rückmeldungen vor. Für die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport hat Oberschulrätin von Loh kurzfristig absagen müssen, als Vertretung kam Herr Dr. Hübner.

Zur Sache erläutert Dolf Straub die Veränderung der Bildungsstrukturen im Land Berlin durch das neue Schulgesetz und die konkreten Auswirkungen auf Vorschule und Hort. Die demografische Entwicklung, das Vorziehen der Einschulung und die Übertragung von Kindertagesstätten an freie Träger komplizierten die Situation zusätzlich. Der Stand der Planungen in den einzelnen Bezirken sei unterschiedlich. Der Kita-Entwicklungsplan von Charlottenburg-Wilmersdorf stehe immerhin im Internet; es zeige sich aber, dass die spezifischen Interessen der Europaschulen dabei keine Berücksichtigung gefunden hätten.

Zur Einführung und Zertifizierung von Europa-Kindertagesstätten bzw. zur Kooperation zwischen den Europaschulen und vorhandenen bilingualen Kindertagesstätten, wie vom Abgeordnetenhaus beschlossen, gäbe es so gut wie keine öffentlichen Informationen. Hr. Dr. Hübner (SenBJS): Zweisprachige Kitas gäbe es für fast alle Europaschulsprachen. Bereits Mitte September habe es eine Versammlung der SchulleiterInnen mit den Kita-Leitungen gegeben, um die Kooperation vorzubereiten bzw. zu organisieren. Für Portugiesisch werde das im neuen Jahr verwirklicht. Wenn zukünftig eine Kita als "Eurpa-Kita" zertifiziert wird, soll der Personalschlüssel jeweils 50% (nach Sprache) betragen. Für Europa-Kitas soll der Aufbau eines Netzwerks mit den Europaschulen zur Auflage gemacht werden.

Beim Zugang von der Kita zur Grundschule solle die Sprachstandserhebung als Regulierungsinstrument dienen. Für deutschsprachige Kinder wird "Deutsch-Plus" eingesetzt. Für nicht deutschsprachige Kinder ist eine Erhebungsinstrument in Entwicklung. Hans Porep trägt vor, dass in der Planung für die deutsch-portugiesischen Kitas bis jetzt keine Planungssicherheit vorhanden sei. Dr. Hübner verweist auf den Veränderungsprozess der Kitas von staatlicher in private Hand. Es müsse eine hinreichende Anzahl von Anbietern vorhanden sein, die keine zu hohen Beiträge erhöben. Uwe Schröter verweist auf die Situation von Kindern aus bilingualen Familien. Wenn diese in der Schule mit Muttersprache Deutsch angemeldet würden, müssten sie mit Kindern aus Kitas konkurieren, deren Eltern besser gestellt sind. Uwe Otto trägt vor, dass in vielen Schulen die Eltern eine eigene ausserunterrichtliche Betreuung mit fremdsprachigen ErzieherInnen aufgebaut hätten, die auch über diese Fördervereine bezahlt würden. Wenn jetzt mehr Kinder in die Eingangsstufen aufgenommen würden, würden oft die räumlichen Kapazitäten überschritten und diese Struktur könne dann dort nicht mehr aufrecht erhalten werden. Fr. G. betont, dass es gut sei, dass Kinder schon in frühester Kindheit zweisprachig aufwachsen, da es sonst später schwieriger sei. Fr. Senftleben entgegnet, dass mit der Zweisprachigkeit so früh wie möglich begonnen werden sollte, aber die Gefahr sei, dass die Entscheidung für eventuell andere Schulen (Sprachkombinationen) durch die frühe Entscheidung erschwert wäre. Deshalb war das Konzept, ein Jahr vorher mit der Vorklasse in der Schule zu beginnen, richtig. Sie kann nicht nachvollziehen, wieso das Profil der Europaschulen in Berlin verändert wird, während es in anderen Ländern eingeführt werden soll. Dolf Straub regt an, dass Eltern und Vertreter der Europaschulen in die Bezirke und zu den Jugenhilfeausschüssen gehen sollten, um Unterstützung bei der Bereitstellung/entwicklung von Europakitas einzufordern. Mieke Senftleben entgegnet, dass man nicht in die Ausschüsse gehen, sondern Briefe an die Stadträte schreiben sollte. Die Schule und Kitas (für Hort und Vorklasse) müssen gestellt werden.

Katja Hintze verweist auf ein Gespräch mit dem Schulsenator Hr. Böger vor einem Jahr. Dabei wurde festgestellt, dass seit 10 Jahren eine wissenschaftliche Begleitung für die Europaschulen fehlt.

zum Seitenanfang

Bettina Zydatiß leitet den zweiten Teil der Veranstaltung zum Thema "Oberstufe der Europaschule" ein indem sie darauf hinweist, dass die ältesten SchülerInnen der ersten Sprachkombinationen schon in der 12. Klasse sind. Es sollte eine Übersicht erstellt werden, wie viele Schüler sich in den Oberstufen befinden, welche Angebote es gibt und wie viele Schüler die Schule während der Oberstufe bzw. nach der SEK I verlassen haben. Fr. Ga. berichtet über den englisch-deutschen Europaschulzweig am Schillergymnasium. In der 12. Klasse sind z.Zt. 13 SchülerInnen (in der 11. Klasse waren es noch 26). Vier SchülerInnen sind in den regulären Zweig gewechselt, 10 sind abgegangen. Für alle relevant ist: Mit kleiner Anzahl von Schülern ist eine geringe Auswahl von Kursen möglich. Bei Englisch gibt es ein spezielles Problem, wenn Schüler abgehen wollen. Sie können an jede andere Schule gehen, die Englisch als erste Fremdsprache hat. Das erleichtert den Wechsel bzw. die Tendenz dazu. Ein Problem ist, dass aus schulorganisatorischen Gründen bestimmte Kurse und Kombinationen, obwohl theoretisch möglich, nicht gewählt werden können, da sie im Stundenplan parallel liegen.

Hr. Otto berichtet über die französisch-deutsche Sprachkombination an der Sophie-Scholl-Oberschule: In der 12. Klasse gibt es 11 Schüler (in der 10. waren es noch 17 Schüler). Z.Zt. sei die Favorisierung des Französischen Gymnasiums zurückgegangen, sodass die Sprachkombination an der Sophie-Scholl zweizügig geworden ist.

Fr. G. erläutert zur deutsch-russischen Europaschule an der Mildred-Harnack-Oberschule: Es gäbe zwar viele Spätaussiedler, die ihre Kinder in die Grundschule geben. Nach der 6. Klasse würden jedoch viele russische Muttersprachler abgehen. Von 40 Kindern in der 11. Klasse wären nur 11 Schüler in die 12. Klasse weiter gegangen (5 deutsch- und 6 russisch-sprachige Kinder). Viele von den Schülern, die vom Europazweig abgehen, würden zwar in der Schule bleiben, wählten dann aber die Regelklassen und Englisch als erste Fremdsprache. Ein Vorteil sei, dass alle Partnersprachlehrer für den Fachunterricht vorhanden sind. Größere Probleme beständen eher bei didaktischen Fragen. Ein weiteres Problem sei, dass i.d.R. LehrerInnen mit ausländischen Abschlüssen zweites Staatsexamen machen, oder die Europaschule verlassen müssen, weil sie nicht mehr in den Fächerkanon passen. Bisher hätten sie aber ihre Lehrer behalten können.

Über den spanisch-deutschen Zweig an der Sophie-Scholl wird berichtet, dass die ältesten SchülerInnen nun in der 10. Klasse sind. Beide Pilot-Klassen hätten aber das Problem mit späten Quereinsteigern aus verschiedenen Ländern, die sehr gut Spanisch, jedoch fast kein Deutsch sprechen. Für die Integration solcher Quereinsteiger gäbe es jedoch kein Konzept. Für Kinder, die mit dem Abschluss der Mittelstufe abgehen würde es eine spezielle Bewertung in Spanisch neben dem Zeugnis geben.

Der Moderator für Spanisch, Hr. Stotzka, berichtet, dass Rahmenpläne und Materialien für die SEK II spanisch-deutsch ausgearbeitet seien. Ein Teilnehmer betont, dass das Europaschulmodell mehr als eine Sprache mehr sei. Der FESB solle das Konzept mehr schärfen und bekannter machen.

Bettina Zydatiß verweist auf die FESB-Website www.fesb-berlin.de und legt dar, dass dort schon relativ viel an Informationen vorliegt. Von der  der deutsch-griechischen Europaschule (Athene) wird berichtet, dass sie oft allein gelassen fühle. So zum Beispiel bei Fragen fremdsprachiger LehrerInnen und Eltern. Griechenland z.B. entsendet (wie auch Portugal) entsprechend dem Vertrag mit Berlin muttersprachliche LehrerInnen für jeweils ein Jahr. Wie sollten die sich orientieren, wenn es keine Übersetzung des Schulgesetzes und der Rahmenpläne in die Europaschulsprachen gäbe. Bisher gäbe es auch kein offizielles Zeugnisformular in den Partnersprachen. Jedes Jahr werde etwas Neues entwickelt, die einfachsten Dinge aber nicht gemacht.

Bettina Zydatiß verweist darauf, dass es eine Informationspflicht des Senats gibt. Bisher hätte die fremdsprachige Information aber der FESB übernommen.

zum Seitenanfang

"Wir sind die Austauschplattform, wenden Sie sich an uns".

An die Lehrerinnen und Lehrer,
Erzieherinnen und Eltern
an den Europaschulen in Berlin

Einladung für Montag, den 1. November von 19.00 Uhr bis 21.30 Uh

Berlins Europaschulen sind ein Schulmodell mir großem Zukunftspotential.
Wir, der Förderverband Europaschulen (FESB), wollen das deutlich machen,
aber auch dazu beitragen, seine Schwächen und strukturellen Defizite zu
beseitigen. Wir wollen den Erfahrungsaustausch zwischen den Schulen fördern
und unsere gemeinsamen Interessen öffentlich vertreten.

Europaschulen - unten und oben

Zwei Themen bestimmen gegenwärtig die Diskussion: "unten" auf der
Schullaufbahn die Ausgliederung der Vorklassen der SESB an
Kindertagesstätten und wie diese die KiTa's mit den Schulen kooperieren -
"oben" die Vorbereitung auf die Schulabschlüsse, insbesondere auf der
gymnasialen Oberstufe.

Am Montag, dem 1. November von 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr
Im Pommernsaal im Rathaus Charlottenburg - Otto Suhr Allee 100
(U-Bhf. Richard Wagner Platz, Bus A 145)

möchten wir den Wissens- und Erfahrungsaustausch darüber beginnen.
Dazu haben wir auch kompetente Mitarbeiter/innen der Bildungsverwaltung
und schulpolitische Sprecher/innen der Parteien eingeladen, um den aktuellen
Stand zu erfahren und mit Ihnen zu sprechen.

Wir würden uns sehr freuen, Sie an diesem Diskussionsabend begrüßen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Dolf Straub
für den Vorstand des FESB

zum Seitenanfang